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Vorgestellt: der Beirat von intoCommerce

Wir bringen zwar 15 Jahre E-Commerce-Erfahrung mit, schätzen aber auch immer den Blick über den Tellerrand. Daher haben wir seit einiger Zeit einen Beirat eingesetzt, der uns bei diesem Blick über den Tellerrand unterstützt. Diese Impulse von außen sind uns sehr wichtig, nicht nur um unsere eigene Entwicklung voranzutreiben, sondern auch um unseren Kunden die richtige Beratung geben zu können.

Die drei Beiratsmitglieder betrachten das Unternehmen aus drei Blickwinkeln:

Für den strategischen Blick auf uns sorgt Prof. Dr. Anna Rosinus. Als Professorin für Entrepreneurship, Strategie und Management an der Hochschule Mainz kennt sie die kritischen Fragen, die sich jedes Unternehmen entlang seiner Wachstumskurve stellen muss. Tilman Au ist als erfahrener Agentur-Insider an Bord. Er hat selbst eine Internet-Agentur von 0 auf 100 Mitarbeiter gebracht und ist heute CEO einer der größten E-Commerce-Agenturen Deutschlands. Die Kundensicht vertritt Noah Wild. Der Familienunternehmer vertritt die exklusive Friseur-Marke Paul Mitchell mit über 4.000 Friseur-Geschäften in Deutschland, Österreich und Ost-Europa und kennt die Wünsche und Trends von großen Marken.

In den nächsten Wochen werden wir unsere Beiratsmitglieder vorstellen. Heute starten wir mit einem Interview mit Prof. Dr. Anna Rosinus.

Frau Rosinus, stellen Sie sich bitte einmal kurz vor.

Sehr gerne. Ich bin von Hause aus Mainzerin, allerdings seit einigen Jahren auf der „ebsch Seit‘“ zu Hause. Mit meiner Professur an der Hochschule Mainz habe ich vor zwei Jahren eine Aufgabe gefunden, deren wechselnde Herausforderungen ich mindestens genauso schätze wie meine tägliche Radtour nach Mainz und zurück. Ich unterrichte die Fachgebiete Strategisches und Internationales Management sowie Entrepreneurship in den verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen; insbesondere faszinieren mich hierbei die Themenbereiche Entrepreneurship und Digitale Geschäftsmodelle.

Was begeistert Sie an E-Commerce? Gibt es eine Online-Shopping-Erfahrung, an die Sie sich gern zurück erinnern?

Überzeugt und überrascht haben mich immer wieder kleinere Shops, die dank außerordentlichen Services Amazon und Co. in nichts nachstehen. Generell frustriert mich Online-Shoppen dann, wenn es dem Kunden nicht leicht genug gemacht wird, das Richtige zu finden. Neben schlechten Filter- und Sortiermöglichkeiten stört mich vor allem dieses ungute Gefühl, ein besseres Angebot in einem anderen Shop zu verpassen. Meines Erachtens gelingt es nicht einmal Amazon und Zalando, ein zufriedenstellendes und vertrauenswürdiges „Einkaufserlebnis“ zu schaffen.

Was macht für Sie einen guten Online-Shop aus?

Neben einem klaren und ansprechenden Design, das die „Marke“ des Anbieters verkörpert, ist mir vor allem gute Funktionalität wichtig. Neben den bereits angesprochenen Filter- und Sortiermöglichkeiten schätze ich Professionalität und den kleinen Extraservice, bspw. die Möglichkeit einer längeren Speicherung des Warenkorbs. Retargeting und personalisierte Werbung/Empfehlungen hingegen erscheinen mir bisweilen lästig – nichtsdestotrotz wurde ich von der Treffergenauigkeit auch schon positiv überrascht.

Sie vertreten bei uns im Beirat die strategische und akademische Sicht. E-Commerce ist geprägt von Geschwindigkeit und Optimierung von Prozessen. Ist das in der Beratung und den aktuellen Management-Theorien schon angekommen?

Bedingt ja: Mit neueren theoretischen Ansätzen wie agilen Methoden sowie den diversen „Lean“-Konzepten versucht man sich der Dynamik ebenso zu nähern wie mit der Fokussierung auf dynamische Fähigkeiten, kontinuierliches Lernen, explorative Ansätze oder emergente Strategien (die angelsächsische Begriffswelt mag Ihnen geläufiger sein: “dynamic capabilities”, “continuous improvement”, “real options approach”, “emergent strategies”). Darüber hinaus ist auch die Theorie heute viel kundenzentrierter als noch 2-3 Jahrzehnte zuvor – etwas was dank Big Data und enormen Rechenkapazitäten heute im E-Commerce einfacher, zugleich aber wichtiger denn je ist.

Gibt es einen E-Commerce-Trend auf den Sie sich besonders freuen?

Ich wünsche mir einen Shop, der es schafft, trotz eines umfangreichen und günstigen Angebots, die Rolle des kleinen Ladens des Vertrauens zu übernehmen und mir die für mich richtige Vorauswahl abnimmt und ansprechend präsentiert. Daneben freue ich mich auf alles rund um den Megatrend „Individualisierung“, von DIY über Customisation bis hin zum persönlichen Profil inklusive 3D-Körperscan. Wichtig ist aber auch, dass die „Offline“-Logistik mitzieht: per Vorkasse zahlen zu müssen, um 3 Euro Extragebühr zu sparen und Freitagsabends in der örtlichen Hauptpost Schlange zu stehen ruiniert im Nachhinein jegliches Einkaufserlebnis.

Da ich der Überzeugung bin, dass kleinere Shops den Alibabas dieser Welt nicht zwangsläufig unterlegen sein müssen, sehe ich für diese „hidden champions“ große Chancen in einem schlanken, aber gleichwohl eleganten Online-Auftritt, den auch intoCommerce mit Shopware ermöglichen kann.

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