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Herzlich willkommen zu unserem neuen Artikel zum Thema Shopware. Heute haben wir uns ein Thema herausgegriffen, auf das wir sehr häufig von unseren Kunden angesprochen werden:

„Welche Shopware-Version brauche ich eigentlich für mein Projekt?“

Sie kennen wahrscheinlich alle die Übersicht der verschiedenen Versionen, die Shopware selbst auf der eigenen Seite bietet. Grundsätzlich empfiehlt es sich auf jeden Fall, mindestens mit einer Professional Version zu arbeiten. Es gibt aber auch gute Gründe, die Enterprise Edition zu wählen. In unserer täglichen Praxis haben sich diverse technische Gründe gezeigt, aufgrund derer viele User entschieden haben: „Stimmt, die Enterprise Edition macht Sinn für uns!“

Wir haben deshalb heute für Sie die Top-8 Gründe für die Shopware Enterprise Edition zusammengestellt:

1. Der Varnish-Cache

Beim Varnish-Cache geht es darum, dass eine normale Nutzeranfrage nicht direkt an den Applikationsserver weitergeleitet wird, sondern an den zwischengeschalteten Varnish-Cache. Dieser fungiert also als eine Art Zwischenspeicher. Dieser Zwischenspeicher hat ziemlich schnell 90 % der wichtigsten Anfragen gespeichert, so dass eine normale Anfrage, wie zum Beispiel eine Produkt-Detailseite, den Applikationsserver gar nicht mehr belastet. Diese Anfragen werden direkt durch den Varnish-Cache beantwortet, der somit den Applikationsserver entlasten kann. Nur die Anfragen, die bisher noch nicht im Varnish-Cache zwischengespeichert wurden, werden dann tatsächlich durch den Applikationsserver beantwortet. Das hat den Vorteil einer deutlichen Entlastung: Der Applikationsserver muss nur noch die Operationen übernehmen, die wirklich Energie bzw. Daten brauchen, wie beispielsweise ein Kassenvorgang. Klassische Standardvorgänge dagegen kann der Varnish-Cache schon von sich aus beantworten.

2. Staging

Shopware beinhaltet in der Professional Version immer nur eine Shopware-Lizenz für eine Live-Umgebung. Damit ein echtes Staging auf einem getrennten Applikationsserver, Staging-Server und Development-Server durchzuführen, ist mit den Shopware Standard-Lizenzen allerdings nicht möglich. Deswegen braucht man die Enterprise-Edition. Hier ist es möglich, mit dem klassischen dreistufigen Deployment-Prozess von Entwicklungsserver, Staging- und Testserver sowie Produktionsserver die passende Lizenz dafür zu erwerben.

Shopware stellt mit jeder Enterprise Edition gleich drei komplette Shopware-Lizenzen für diese drei getrennten Systeme zur Verfügung, die auf eigenen Servern unter eigenen Domains laufen können. Das ist schon sehr sinnvoll, wenn man hier in einem so professionellen Entwicklungszyklus arbeiten möchte.

3. Der Load Balancer

Beim Load Balancer geht es darum, mehrere Applikationsserver laufen zu lassen, die erst einmal die gesamte Backend-Logik verarbeiten. Dahinter steht dann die MySQL-Datenbank, und der Load Balancer wird davor geschaltet. Dieser ist dafür da, die Last der Nutzeranfragen gleichmäßig auf die Applikationsserver zu verteilen. In diesem Fall sind das drei Applikationsserver, die wir hier haben.

Dieses Szenario ist ebenfalls nur mit der Enterprise Edition möglich. Shopware bietet dafür die entsprechenden Konfigurationen, und auch die entsprechende Unterstützung für die Konfiguration und Einstellungen.

Vorteil eines solchen Load Balancers ist, dass die Applikationsserver getrennt voneinander laufen können. Die Last wird auf die Server verteilt, und sollte ein Applikationsserver ausfallen, werden die jeweils anderen dazu geschaltet und können die Last übernehmen. Somit hat man eine deutlich höhere Ausfallsicherheit und ist entsprechend gewappnet, falls einmal ein Server lahmgelegt werden sollte.

4. Das Cluster-System

Das Cluster-System hängt mit dem Load Balancer zusammen. Wir haben hier einmal das typische Szenario abgebildet: Dabei laufen drei Applikationsserer parallel, die vom Load Balancer bedient werden. Wir haben hier ein Szenario, das Shopware „Green-Blue Deployment“ nennt. Dabei wird ein Server aus diesem vom Load Balancer gesteuerten Applikationsserver-Verbund herausgenommen. Diesen einen Server kann man nun auf eine neue Shopware-Version updaten.

Das Interessante ist: Der MySQL-Datenbankserver kann gleich bleiben. Hier muss also nichts weiter passieren. Stattdessen können wir einen Applikationsserver nehmen, ihn updaten, testen, ob er läuft – und wenn er läuft, schalten wir ihn in der letzten Stufe dieses Cluster-Systems frei. Er wird also zum Live-System, und die anderen zwei Applikationsserver können wir nun nach und nach ebenfalls updaten.

Das bedeutet, man hat mit diesem Cluster-System die Möglichkeit, das Live-System ohne Unterbrechung upzudaten. Es gibt keine Ausfallzeigen, und auch ein Rollback, falls zwischendurch ein Problem auftritt, lässt sich sehr schnell umsetzen. Hierbei ohne Zeitverlust arbeiten zu können, ist natürlich ein echter Vorteil.

5. Die Enterprise Search

Die Enterprise Search basiert auf Elastic Search. Hierbei handelt es sich um eine Suchtechnologie, die man beispielsweise als Ersatz für Fact Finder einsetzen kann, um damit eine deutlich intelligentere Steuerung von Suchergebnissen zu erzielen.

Zum Einen untersucht die Enterprise Search ganz andere Informationen als die Standardsuche von Shopware: Es werden nicht nur die entsprechenden ähnlichen Suchbegriffe und Produktvorschläge angezeigt, sondern auch passende Hersteller für passende Inhalte, Kategorien und Einkaufswelten – alle die Inhalte, die in Shopware enthalten sind, werden über die Enterprise Search indiziert und ausgeliefert.

Viel interessanter ist dabei aber auch noch, dass der Algorithmus weiter feingliedrig gesteuert werden kann. Das bedeutet also: Sie können selbst bestimmen, in welcher Reihenfolge die Produkte angezeigt werden sollen. Das macht es möglich – gerade was das beispielsweise das Thema Conversion-Wahrscheinlichkeit angeht – vielleicht auch anhand der Marge die Produkte anders ausliefern, und somit den Nutzer viel interessanter durch den Shop zu steuern.

6. Die B2B-Suite

Wir glauben fest daran, dass B2B zukünftig ein sehr wichtiger Teil von E-Commerce sein wird. Schon heute ändern sich Bestellstrecken und die Art von Bestellungen bei unseren Kunden massiv. Die B2B-Suite ist genau die richtige Lösung, wenn man hier viel stärker einsteigen und damit den Kunden an sich binden möchte.

Was diese B2B-Suite doch recht gut kann, ist nämlich die 1:1-Abbildung von Einkaufsprozessen auf Kundenseite – einschließlich der Freigabeprozesse, Budgets, Katalogkategorien, die für einzelne Nutzer freigeschaltet werden können, mit übergreifenden Rechnungen, verschiedenen Lieferscheinen, Lieferorten, Filialen, Niederlassungen usw.

Zu diesem Thema werden wir in Zukunft auch einmal einen gesonderten Artikel bzw. ein gesondertes Youtube-Video produzieren. In der Zwischenzeit sei hier gesagt: Die B2B-Suite ist ein wirklich mächtiges Tool, und das gibt es eben nur mit der Shopware Enterprise Edition.

7. 24/7 Diamond Support

Der Support von Shopware steht täglich und rund-um-die-Uhr zur Verfügung. Der Vorteil hierbei ist offensichtlich: Bei einem bestehenden Shop ist es ja eher selten der Fall, dass man den Support unter der Woche zu den besten Arbeitszeiten benötigt, sondern häufig genau dann, wenn man es nicht brauchen kann: z.B. an Weihnachten, Ostern, Sylvester usw.

Shopware bietet mit der Enterprise Edition den Diamond Support an, also wirklich einen Top-Support mit guter Qualität, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche.

Viel wichtiger ist für uns aber auch noch einmal der Entwickler-Support innerhalb dieser Diamond Subscription: Hier ist es möglich, nach einer Anfrage wirklich innerhalb von durchschnittlich zwei Stunden eine sehr gute, qualitativ hochwertige Antwort vom Shopware-Entwicklerteam zu bekommen. Damit kann man natürlich ein Projekt viel schneller umsetzen, da solche Rückfragemöglichkeiten an das Core-Team ein Projekt extrem beschleunigen.

8. Acceleratoren

Acceleratoren sind so etwas wie Shopware-Plugins, allerdings auf einem ganz anderen Level: Hier geht es nicht einfach um eine kleine Plugin-Anpassung, Funktion oder ein kleines Template zusätzlich. Acceleratoren erweitern wirklich komplett das Geschäftsmodell.

Das sind beispielsweise die Handle-Integrationen, der Marktplatz, Mandantenfunktionen. Auch die B2B-Suite ist einer dieser Acceleratoren. Basis und Voraussetzung dafür ist eben die Enterprise Edition. Sie ist von daher ein guter Startpunkt, um hier das eigene Geschäftsmodell wirklich komplett anzupassen – anhand dieser Erweiterungen, die Shopware bereits anbietet, und die in Zukunft auch noch mehr werden. Damit hat man auf jeden Fall die richtige Basis, um hier richtig durchzustarten.

Soweit also unsere Top-8 Gründe für die Enterprise Edition – vor allem aus technischer Perspektive. Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Projekt eine Enterprise Edition benötigt oder nicht – melden Sie sich bei uns! Wir prüfen gern Ihre Anforderungen und geben Ihnen ein Feedback dazu, was Sie wirklich für Ihr Projekt brauchen. Gerade aus Entwicklungssicht: Wenn man hier einen professionellen Workflow aufsetzen möchte, vom Staging über das Deployment bis hin zum Update-Prozess und zu Update-Zyklen – dann macht es auf jeden Fall Sinn, auf die Enterprise Edition zu setzen.

Ich würde natürlich mich freuen, in den Kommentaren auch etwas von Ihren eigenen Erfahrungen zu lesen.

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